Radio Wauland geht auf Sendung!

Mo, 19.12., WDR 3 open: pop drei, ab 23.05 (Erstsendung)
Di, 20.12., Einslive: Plan B Soundstories, ab 23.00 (Wdh.)

Radio Wauland:
Tune in, turn on and hack yourself

Von Nika Bertram

Wau Holland

Wau Holland

Werden die neuen Technologien uns befreien oder versklaven? „Wem gehören unsere Daten?“, fragte Wau Holland, bärtiger Hacker-Aktivist im Blaumann und Mitbegründer des Chaos Computer Clubs. Am 20. Dezember 2011 wäre er 60 Jahre alt geworden. Als er 2001 starb, verlor die Netzwelt einen radikalen Freigeist und Idealisten. Sein visionärer Ansatz – alle Information soll frei sein! – ist aktueller denn je. Zivilcourage fördern mit elektronischen Mitteln, die Gesellschaft hacken, das will auch der Hacker „Schockwellenreiter“. Wie bekommt das Internet endlich Herz, Mut und Verstand? Mit „Radio Wauland“ lässt er Wau Hollands O-Töne, Zitate und Geschichten wieder aufleben. Dieses „Wau-Signal“ stört jedoch das Programm der Firma DataRand. Security-Experte von Gärtner soll den Sender ausschalten.

Das Hörspiel arbeitet mit bisher unveröffentlichten O-Tönen von Wau Holland. Das Manuskript wurde mit einem Stipendium der Filmstiftung NRW gefördert.

Nika Bertram, geboren 1970, studierte Informationswissenschaften und Anglistik, ist Mitglied des Chaos Computer Clubs und lebt als Autorin in Köln. Ihr preisgekrönter Roman „Der Kahuna Modus“ erschien inklusive textbasiertem Online Rollenspiel (MUD) und Adventure Game.

Mit Jens Wawrczeck, Oliver Brod, Peter Nottmeier, Denis Moschitto u. a.

Regie: Thomas Leutzbach
Produktion: WDR 2011/ca. 53’

Redaktion: Natalie Szallies/Simon Kamphans

Das Hörspiel steht nach der Ausstrahlung befristet zum kostenlosen Download im Internet. Informationen und Download unter:

http://www.wdr.de/radio/home/downloadportal/index.phtml

Danksagungen:

Für dieses Stück danke ich vielen Freunden, Mitstreitern und allen anderen, die Wau kannten und/oder mir in der einen oder anderen Form geholfen und „Radio Wauland“ unterstützt haben:

an erster Stelle der Wau-Holland-Stiftung, besonders Jens Ohlig, Winfried Motzkus und Bernd Fix, außerdem der Filmstiftung NRW, Jürgen Wieckmann, Steffen Wernéry, Vic, Peter Glaser, Rop Gonggrijp, Axel Kirch und Ingo Schwitters, Andy Müller-Maguhn, Constanze Kurz, Starbug, Frank Rieger, Erdgeist, Fefe, Werner Pieper, Daniel Kulla, Tim Pritlove und Chaosradio, ColoRadio Dresden, DJ Joyrider und den Teams der CCC-Camp-Radios „Radio Intergalaktik“ (1999) und „Spacestation Five“ (Hacking At Large, NL, 2001), Henriette Fiebig, Ulrich Bassenge, Ekkehard Skoruppa, Katarina Agathos, Mithu M. Sanyal, dem „Hackerhymnen-Club“ des Chors „Because“ (Christiane Biehl, Ute Zander, Kerstin Meier, Sabine Rosen, Regine Zywzok, Frank Maria Reifenberg, Udo Glinka und Thomas Breithaupt). Ein ganz besonderer Dank (last, but not..) geht natürlich an Sam, meine Familie, und Natalie Szallies, Simon Kamphans, Thomas Leutzbach, Andreas Westphalen, Gerd Nesgen, den SchauspielerInnen und allen Nerds und Nerdinen im CCC sowie in allen Hackerspaces auf der ganzen, weiten Welt.

A merry, merry Christmas & a happy new year!
Let’s hope it’s a good one, without any fear.

Spenden für die Wau-Holland-Stiftung:

Ein Teil meines Honorars für dieses Stück ging als Spende an die Wau-Holland-Stiftung (www.wauland.de).
Wenn Sie ebenfalls mit einer Spende die Arbeit der Stiftung unterstützen und deren Projekte im Sinne der Stiftungsziele fördern wollen –
die Kontoverbindung lautet:

Wau Holland Stiftung
Commerzbank Kassel
BLZ: 52040021
Konto: 2772812
IBAN DE57 5204 0021 0277 2812 00
BIC COBADEFF520

2 comments to Radio Wauland geht auf Sendung!

  • Schade das das Hörspiel keine vernüftige Lizenz zu haben scheint, wir würden es auch gern senden.

    „Kostenlos befristeter Download“ hört sich irgendwie komisch an, so Achziger 😉

    Was wohl Wau dazu sagen würde?

  • nika

    Ihr rennt da ein wenig offene Türen ein – besonders auch bei WDR-Mitarbeitern.
    Dass die Download-Möglichkeit befristet werden musste, „verdanken“ wir dem 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag von 2009.
    Mehr dazu: http://www1.wdr.de/themen/medienseite/rundfunkstaatsvertrag100.html
    Der WDR bietet ausgewählte Sendungen/Hörspiele nach Ausstrahlung zum Download an, und hat speziell für dieses Stück ermöglichen wollen, dass das anschließend so viele Leute wie möglich herunter laden und hören können. So oder so, wird und soll es auf keinen Fall in irgend einem Archiv verschwinden, sondern jeder, der es hören will, auch hören können. Ruft also ruhig zum Download auf – die mp3-Datei zerstört sich nach 7 Tagen nicht selbst.. „Achtziger“ ist daran übrigens nichts – in den Achtzigern wurden Hörspiele mit Musikkassetten mitgeschnitten und getauscht & da war noch gar nix mit Downloaden 😉

    Eine Freie Hörspielproduktion unter einer reinen CC-Lizenz o.ä. wäre bei einem Hörspiel wie diesem (bei dem fast „audio-archäologisch“ gearbeitet wurde) schon vom technischen und personellen Aufwand her nicht möglich bzw nicht finanzierbar gewesen.

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