SIGINT09 - tag 3 (24.5.): the future of everything

Hatte ich an Tag 2 noch verhältnismässig viel Gelegenheit, selbst Vorträge zu besuchen, holten mich am Tag 3 wieder Orga- und Mama-Pflichten ein (und ein kleiner Hangover vom Vorabend).

Deshalb ist meine Sadly-Missed-Liste heute lang: neben der Keynote von Nick Farr hätte ich mir gern Sandro Gayckens Vortrag über Cyberwarfare angehört, der parallel lief zu dem Vortrag über Pauschale Vergütungsmodelle von Malte Spitz und Volker Grassmuck. Weiterhin: “The Aesthetics of Our Artificial Habitat” von Oona Leganovic und die “Mind Upload Cheat Codes” von Christian Heller/plomlompom. Da hab ich Einiges zu gucken, sobald es die Videomitschnitte geben wird.

Die beiden letzten Vorträge haben sich zeitlich überschnitten mit der Podiumsdiskussion über “Alternative Vergütungsmodelle”, die ich selbst mitgeplant hatte und bei der es leider bis zur Startminute noch viel zu organisieren gab. Dafür war die Diskussion dann aber auch sehr spannend und, denke ich mal, für alle inspirierend, denn hier trafen endlich einmal die Freie-Software-Community auf “Freibier-Für-Alle”-Apologeten auf (ehrliche) Labelbetreiber auf Künstler auf Forscher. Fortsetzung folgt … vielleicht schon bald bei den Cologne Commons (12.-13.6., Gebäude 9 & Kunstwerk, Köln).

Empfehlenswert, weil informativ und lustig, war auch die Abschlussveranstaltung, moderiert von Johannes Grenzfurthner und unseren Orga-Helden Mario und Amp. Das Publikum (nun ja, einige) sangen mit Jonathan Mann seine frisch komponierte CCC-Hymne, bevor uns das NOC (Network Operation Center) von seiner Heldentat der 4-fach-Tunnelung der Netzleitung berichtete, nachgezeichnet - aus dem Gedächtnis - mit Buntstiften auf kariertem Papier. Mario und Amp lobten das Networking und Teamworking in Zeiten des Internets allgemein und freuten sich über die positiven Resonanzen und nur geringen Hardware-Schäden auf diesem Kongress. Kurz nachdem Mario von fünf zerbrochenen Mate-Flaschen sprach, ging eine sechste im Saal kaputt.

Zum (richtigen) Abschluss gab es dann aber noch mit dem Konzert von Angelika Express ein echtes Highlight! Wegen eines Konzertes in Österreich hatte die Band nicht schon am Samstag auftreten können, und am Anfang sah es so aus, als wären schon fast alle abgereist. Aber dann fand sich doch noch ein kleines, aber feines - und bald glücklich tanzendes - Häufchen, und der allgemeine Tenor war: “hätte nicht gedacht, dass die sooooo gut sind!” Tja. Sind sie. In ganz echt. Hier also eine wärmste Empfehlung für alles, was Tante Angelika so machen. Ihr werdet’s nicht bereuen. Sie selbst waren übrigens auch angetan von uns Hackernasen als besonders herausgefordertes Publikum. “Hacker tischten wie Gummibälle,” twitterten sie.

Nächste Gelegenheit, die Angelikas live zu sehen - für umsonst & draussen & in Köln: festival contre le racisme (10.6., 18.30, Albertus-Magnus-Platz)!

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